Kunst und Kultur
Kunst & Kultur – spannende Einblicke in Geschichte und Gegenwart
Unsere Online-Angebote im Bereich Kunst und Kultur widmen sich vor allem der Kunstgeschichte. In fundierten Webvorträgen erhältst du Einblicke in Epochen, Werke und Künstlerinnen und Künstler. Ein Highlight ist der Vortrag „Monumente und Denkmäler: Was uns Skulpturen im öffentlichen Raum erzählen“, der zeigt, wie Kunstwerke den öffentlichen Raum prägen und gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln. So erlebst du Kunst und Kultur in ihrer ganzen Vielfalt – anschaulich vermittelt von erfahrenen Referentinnen und Referenten.
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WebVortrag: GUSTAVE COURBET
Gustave Courbets radikale Bildsprache, sein gesellschaftspolitischer Anspruch und sein Einfluss auf die Kunst der Moderne haben bis heute nicht an Wirkung verloren. Er wandte sich gegen die idealisierte Ästhetik des Klassizismus und der Romantik und machte stattdessen das Leben einfacher Menschen und die Wirklichkeit zum Gegenstand seiner Malerei. Mit seiner kompromisslosen Haltung und seiner innovativen Maltechnik gilt Courbet als Wegbereiter der Moderne – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik.
Die große Retrospektive widmet sich einem der prägendsten Künstler des 19. Jahrhunderts, einem künstlerischen Erneuerer mit schillernder Persönlichkeit – getrieben vom Streben nach Unabhängigkeit. In seiner Kunst spiegelt sich sein politisches Engagement wider, vor allem in Auseinandersetzungen mit den historischen Ereignissen und Umbrüchen in Frankreich, was 1873 dazu führte, dass er als politisch Verfolgter Paris verlassen und in die Schweiz flüchten musste. Die Ausstellung beleuchtet zentrale Lebensstationen und Werkgruppen des Künstlers: Selbstbild und Öffentlichkeit, soziale Realität, erotische Darstellung, Landschaft und Exil.
Die erfolgreiche Retrospektive „Ich, Gustave Courbet. Maler und Rebell“ läuft noch bis zum 8. November 2026 im Museum Folkwang in Essen, nachdem sie zuvor von Februar bis Juni 2026 unter dem Titel "GUSTAVE COURBET. Realist und Rebell" im Leopold Museum in Wien zu sehen war.
Die Assistenz-Kuratorin Lili-Vienne Debus aus dem Leopold Museum in Wien gibt in diesem Web-Vortrag einen spannenden exklusiven Einblick hinter die Kulissen, in die Ausstellung sowie das kuratorische Konzept.
WebVortrag: Wie Fußball & Gesellschaft verzahnt sind – Historie und Gegenwart
Wenn von Fußball die Rede ist, geht die Assoziation bei vielen zunächst zu "kickenden Männern". Warum das so ist, dafür gibt es historische Gründe ebenso wie die, dass an bestimmten Erzählungen festgehalten wird.
Aber wieso haben sich der Fußball der Männer und der Frauen eigentlich so unterschiedlich entwickelt? Warum sind verantwortliche Positionen in diesem Sport bis heute überwiegend männlich besetzt – vielfach auch im Fußball der Frauen? Wie unterscheiden sich Fankurven? Darum geht es im Vortrag ebenso wie um den Einfluss von Fußball auf (Stadt-)Gesellschaft und umgekehrt.
WebVortrag: Brot, Wein und Design: Die Tafel als Bühne der Gesellschaft
Dieser Vortrag spannt einen inhaltlichen Bogen von der Stilllebenmalerei des Barock bis zur revolutionären Gestaltung der „Frankfurter Küche“.
Essen ist nie nur Nahrungsaufnahme. Von opulenten Stillleben bis zur funktionalen Moderne zeigt sich die Tafel als Ort sozialer Ordnung, Macht und Inszenierung. Der Vortrag verbindet Kunst und Design und macht sichtbar, wie sich gesellschaftliche Werte im scheinbar Alltäglichen spiegeln.
WebVortrag: K-Pop: Wie wurde koreanische Popmusik zum Spielplatz für die Jugend weltweit?
K-Pop: Wie wurde koreanische Popmusik zum Spielplatz für die Jugend weltweit?
Seit "Gangnam Style" von Psy im Jahr 2012 begann K-Pop weltweit an Popularität zu gewinnen. Viele Menschen fragen sich nach wie vor, wie koreanische Popmusik in anderen Kulturkreisen so beliebt werden und Fandoms bilden konnte. Auch wenn sich dieses Phänomen nicht auf einen einzigen Grund reduzieren lässt, liegt ein entscheidender Faktor in seinem partizipativen Charakter. Dieser Vortrag bietet eine Einführung in das Phänomen K-Pop und richtet den Fokus insbesondere auf die partizipative Kultur, um zu erklären, wie es K-Pop gelungen ist, junge Menschen auf der ganzen Welt anzusprechen.
WebVortrag: Vom Fresko zum Video-Mapping:
Wie hat sich die monumentale Wandgestaltung von antiken Wandmalereien über barocke Deckenfresken bis hin zur digitalen Projektion gewandelt?
Wände sind mehr als Begrenzung - sie werden zu Bildträgern. Von illusionistischen Fresken bis zu immersiven Projektionen zeigt sich, wie Räume durch Bilder erweitert und transformiert werden. Der Vortrag verfolgt, wie sich Techniken verändern und mit ihnen die Art, wie Geschichten im Raum erzählt werden.
WebVortrag: Rausch der Bewegung: Wie Technik unsere Wahrnehmung beschleunigte
Mit der Industrialisierung verändert sich das Tempo der Welt. Neue Verkehrsmittel und technische Entwicklungen lassen Bewegung und Geschwindigkeit zu zentralen Themen werden. Der Vortrag zeigt, wie sich diese Erfahrung in Kunst und Fotografie niederschlägt und wie traditionelle Bildformen und Techniken ins Wanken geraten!
WebVortrag: Der inszenierte Märtyrer
Dieses Gemälde ist eines der berühmtesten politischen Bilder der Kunstgeschichte. Im Zentrum steht die Frage, wie Jacques-Louis David sein Werk gezielt zur Heroisierung und ideologischen Inszenierung einsetzte. Anhand von Bildaufbau, Symbolik und historischem Kontext wird gezeigt, wie aus einem politischen Mord ein ikonisches Märtyrerbild der Französischen Revolution werden konnte.
WebVortrag: Licht aus! Die Entdeckung der Nacht in der Kunst
Die Nacht ist lange ein Raum des Unbekannten - bis künstliches Licht sie verändert. Mit Gaslicht und Elektrizität entstehen neue Bilder der Stadt, neue Stimmungen und neue künstlerische Möglichkeiten. Besonders in der Malerei und der frühen Fotografie wird das Spiel von Licht und Dunkelheit zum zentralen Thema: flirrende Straßenlichter, tiefe Schatten, unscharfe Konturen.
Der Vortrag zeigt, wie Künstler:innen die Nacht neu sehen lernen und wie Licht zum entscheidenden Gestaltungsmittel der Moderne werden soll.
WebVortrag: Die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin
Die Welterbestätte „Siedlungen der Berliner Moderne“ - seit 2008 auf der Welterbeliste vertreten - wurde im Juli 2026 um eine siebte Siedlung erweitert: die im Südosten Berlins gelegene Waldsiedlung Zehlendorf. Für viele war sie schon immer die schönste der Berliner Siedlungen, und man fragte sich, warum ausgerechnet diese Siedlung bislang nicht Teil der Serie der begehrten Auszeichnung „Welterbe“ war.
Die jetzt sieben Welterbesiedlungen bilden Berlins wichtigsten Beitrag zum modernen Massenwohnungsbau in Berlin ab. Erbaut in der Zeit zwischen 1913 und 1932 geben sie in vorbildlicher Weise Antwort auf die Wohnungsnot zwischen den beiden Weltkriegen. Von den berühmtesten Architekten errichtet, spiegeln sie die fortschrittlichsten Ideen in der Weimarer Republik nicht nur in der Architektur, sondern auch in Design, Farbgestaltung, Gartenarchitektur wider. Gefunden wurden epochemachende Lösungen, die heute noch weltweit diskutiert und Beachtung finden.
Von den herausragenden Werten und Qualitäten der Siedlungen erfahren Sie, indem ein besonderer Blick auf die Waldsiedlung Zehlendorf geworfen wird: Sie wurde gemeinnützig durch die Architekten Bruno Taut, Rudolph Otto Salvisberg und Hugo Häring errichtet. Sie ist die erste in den bestehenden Wald errichtete Großwohnungssiedlung. Städtebaulich bemerkenswert ist die Anlage der Siedlung um die fortschrittliche Verkehrsachse in ihrer Mitte. Innovative Gebäude- und Wohnungstypologien variieren in gemischter Bauweise Geschosswohnungsbau mit Einfamilienhäusern und schaffen neue Wohnstandards. Zu den ästhetischen Leistungen gehört unter anderem die erstaunliche Differenzierung von Farbigkeit in der Siedlung. Als sowohl gestalterische als auch technische Erneuerung gelten auch die durchwegs realisierten Flachdächer.
In aller Kürze wird Ihnen auch der lange Weg zum Welterbe vorgestellt.
Sabine Ambrosius ist Kunsthistorikerin und Referentin für Welterbe am Landesdenkmalamt Berlin. In dessen Auftrag koordinierte sie den Eintragungsprozess der Waldsiedlung in die Welterbeliste.
WebVortrag: Ruinenlust und „Lost Places“: Die Ästhetik des Verfalls
Zerfall zieht an! Von romantischen Ruinenlandschaften bis zu fotografierten Industriebrachen entfaltet sich eine eigene Ästhetik des Verfalls. Der Vortrag fragt, warum das Unvollständige, Vergangene und Vergessene so wirkungsvoll ist und welche Sehnsüchte sich darin spiegeln.
WebVortrag: Bewegung in Stein: Skulptur zwischen Stillstand und Dynamik
Skulpturen sind (meist) starr und können doch so voller Bewegung sein. Seit der Antike suchen Künstler:innen Wege, Dynamik im unbeweglichen Material sichtbar zu machen. Der Vortrag zeigt, wie sich Vorstellungen von Körper, Spannung und Bewegung verändern. … bis hin zu Werken, die sich tatsächlich bewegen.
WebVortrag: Körper, Moment, Bedeutung. Die drei Davids von Michelangelo, Donatello und Bernini
Drei Künstler, drei Epochen, drei unterschiedliche Vorstellungen der biblischen Figur des David. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Körperdarstellung, Ausdruck, Bewegung und der gewählte Moment im Kampf gegen Goliath. Ein kompakter Vergleich dreier Meisterwerke der europäischen Skulpturgeschichte.
WebVortrag: Wann ist ein Kunstwerk eigentlich fertig?
Nicht jedes Werk strebt nach Perfektion. Skizzen, Fragmente und bewusst Unfertiges eröffnen eigene ästhetische Qualitäten. Von antiken Torsi bis zu modernen Prozessen wird sichtbar, wie das Unvollendete, das non finito, Spannung erzeugt und warum ausgerechnet das Offene und nicht fertige besonders eindringlich wirkt.
WebVortrag: Sehen lernen: Was passiert in den ersten 10 Sekunden vor einem Kunstwerk?
Der erste Blick entscheidet - manchmal zu schnell. Wahrnehmung folgt Mustern, Erwartungen und Routinen. Der Vortrag versucht, diese Prozesse sichtbar zu machen und zeigt, wie sich der eigene Blick verändern lässt. Ein Zugang zur Kunst, der weniger Wissen voraussetzt und mehr Aufmerksamkeit verlangt…